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Putzbrunner Sportverein

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U13 mit Turniersieg @ Kirchseeon

Während sich die Väter voll auf den Giro d’Italia konzentrierten, bekamen wir über unseren Legionär in Schottland eine Einladung zum U13-Turnier nach ……………………………………………………………………………………………. Kirchseeon (genauer Englharting). „Ist ja nicht weit“ – dachten wir und haben zugesagt, ohne wirklich zu wissen, ob die Mädels auch wirklich alle da sind. Beim aktuell schönen Wetter kann man sich nicht so sicher sein, ob nicht doch alle auf dem Berg sind oder die Oma besuchen. Am 22. Mai ging es dann recht früh los. 17,8 Kilometer inkl. Überquerung der Landkreisgrenzen. Glücklicherweise gab es keine Verkehrskontrolle, denn der Trainer hatte auf seinem Fahrrad keine StVO-konforme Beleuchtung, keinen Ersatzschlauch, keine Pumpe und auch keinen Erste-Hilfe-Koffer. Eine schöne Halle mit jeder Menge Brezeln, Kuchen, Kaffee und Zeugs – was man so auf einem Turnier braucht, wenn man zuschaut. Freundliche Begrüßung und Spielbeginn 10:01. PSV-Mädels dürfen schon mal das 1. Spiel (hand)pfeifen. Souverän und fröhlich machen sie es. Nach einer kurzen taktischen Einführung in die Geheimnisse der 3vs3-Spielanlage ging es dann gegen die Gastgeberinnen vom ASV los. Während der 1. Satz knirschte und die Start-3 mit dem Aufschlagserfolg kämpfte, machten sich unsere Scouts fleißig ans Werk der Trefferstatistik und beäugten das Feld der Kirchseeonerinnen. Offensichtlich half das, denn nach dem 16:14 im 1. Satz lief der 2. Satz viel geschmeidiger. Dank der immer guten Stimmung gab es ein 12:8. Die Volleyballprofis des PSV, die jetzt möglicherweise ihre Spiegel- oder FAZ-Artikel zur Seite gelegt haben, und voller Neugier auf diesen Bericht stürzen, werden sich bestimmt über die Punktezahl 12 wundern. Macht Nichts! Wir haben nicht den FVBI-Regeln gespielt. Ende Zwischenbemerkung.
Sehr erfolgsversprechend begann das zweite Spiel. Sehr coole Aufschläge, Blockabwehr am Netz und schöne 3-Ballkontakte ergaben ein 12:5. Wow! Nach dem Wechsel (wir tauschen die Spielerinnen nach dem 1. Satz komplett, damit jede viel Spielzeit bekommt) lief es aber irgendwie zäher. Das Spielfeld wurde auf einmal länger, die Aufschläge landeten dadurch im Netz. Der Ball wurde schwerer und schaffte es nicht auf 2 Ballkontakte in Folge. Gerade noch 7 Punkte gab es für unsere Mädels gegen Parsdorf II. Ein paar Herztropfen für den Coach, der ja noch Puste für den Rückweg braucht. Wieder eine Schiri-Pause und dann ein vorentscheidendes Spiel gegen Parsdorf I. Wieder Spielerinnen durchgemischt, 3-Ballkontakte konsolidiert, Aufschläge aufgemotzt. Das war echt sehenswert. Ach stimmt ja, konnte keine(r) sehen, die/der nicht dabei war. Der gute Karch Kiraly würde bei diesem Spiel aus den Socken fallen und rufen: „If you wanna win quickly, just master your services eight to ten in a row, and catch opponent’s ball before it tries to cross over the net. No need to pass, sett and attack then. And give the coach a nice break from sweating and trembling.“
Ok, etwas erschreckend, wie effektiv die U13-Crew hier war. 12:5 und 12:5. Vieja Sueca!!!
Bloß keinen Größenwahn entwickeln und nicht auf den Spielplatz nebenan abhauen, weil es gerade so gut läuft 😉 Aber es sieht schon schön aus, wenn sie den Ball oberhalb der Netzkante ins gegnerische Feld befördern.
Nun ja, der Trainerrat beschloss bei den letzten Spielen bis 25 Punkte zu spielen. Ganz klar: neue Regeln, neue Taktik, neues Spielgefühl. Fieber und Puls 145-160 im ersten Satz gegen Grafing und ein knappes 25:23, nach dem zwischenzeitlichen Rückstand. Coach gönnt sich den 6. Kaffee (vermutlich hängt der Puls eher damit und nicht mit dem knappen Ergebnis zusammen) in der Pause. Die warme Luft in der Halle macht nicht nur die Spielerinnen, sondern auch Schiris und Zuschauer schläfrig. Man hört niemanden mehr, nur noch den Ball, der immer wieder auf dem gegnerischen Boden aufprallt. Huh! 25:18 und der 4. Gewinn in Folge. Gut, die internationale Turnierkommission lamentiert, PSV hätte ein Unentschieden gespielt. Aber Leute, jede Volleyballerin weiß – Volleyball ist kein Fußball, es gibt keine Elfmeter, keine Nachspielzeit und keine Unentschieden.
Trotzdem bleibt es spannend bis zum Verkünden der Ergebnisse. Dabei ist klar: solange Deine Mannschaft bei der Siegerehrung nicht genannt wird, steigen die Chancen, daß sie den 1. Platz belegt (so oder so ähnlich formulierte es einst Arie Selinger). Und so kam es auch. Jubel bei den hellblauen Schmetterlingen und ein Pflicht-„Hey“-Tanz auf dem Feld (wir mussten 80% der Mannschaft dazu überreden). Und der Rückweg auf dem Drahtesel war danach gar nicht so schwer.

Die U13 hat sehr viel Potential und kann es umsetzen, wenn dies und das zusammenpasst. Also weiter so und weniger Kaffeekränzen im Training. Und noch was: wenn man punkten möchte, spielt man am besten hoch-hoch-flach.

Euer stolzer Coach Eddi.

P.S. Übrigens: wurden Aufschläge beim PSV von unten an diesem Tag einfach mal abgeschafft. Irgendein Scout beklagte zwischendrin, es hätte einen Aufschlag von unten gegeben. Aber diese Person ist unzurechnungsfähig und dauerskeptisch. Wir suchen nach einer neuen Scout
P.P.S. Die Schiris waren zu energisch – Handpfeife kaputt 🙂