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Putzbrunner Sportverein

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Volleympisch – It’s an Air Affair!

Na, ihr Volleyballverrückten! Lange nicht mehr hier reingeschaut.

Nachdem wir kaum Schnee haben und jeder Skiausflug unweigerlich in einem mehrstündigen Stau endet, konzentrieren sich alle sportlichen Aktivitäten auf die Dreifachhalle. Es bleiben zwar einige wenige Putzbrunner Bürger daheim (es gibt viele Streaming-Dienste und die gekauften Winterspiele), aber unsere Schmetterlinge haben lieber Action mit Ball. Getreu dem Motto
7 days without Volleyball makes one weak“ stehen sie selbst sonntags am Netz.
Und nicht nur die ganz jungen (U11/12), sondern auch die im mittleren Jugendalter (etwas verspätet zwar, aber dafür ausgeschlafen und hoch motiviert).
Bei der 2. Auflage der Volleympiade (der Begriff ist inzwischen ein eingetragenes Markenzeichen) ging es nicht nur darum, schnell und kraftvoll zu sein. Vor allem die Eleganz und Detailpräzision standen diesmal auf dem Plan.
Bevor man aber elegant sein möchte, muß man etwas Energie in Wärme umwandeln. Treibball in Teams ist eine hervorragende Möglichkeit hierfür. Und Luftballon-Duelle (Luftballon mit maximal 2 Berührungen übers Netz bringen) dürfen auch nicht fehlen. Daß diese „Air Affair“ nicht ganz einfach ist, erkennt man daran, daß diese Disziplin in  den Trainingsplänen des Erwachsenenvolleyballs des PSV völlig fehlt. Ach ja, die Mixed-Jugend ist inzwischen auch da und widmet sich dem Netzaufbau.
Nach einer umfassenden Vorbereitung und dem Pflichtprogramm im PSV-Jugendvolleyball – dem Seilspringen – geht es dann zur kleinen Technik-/Koordinationsschule. Diese wird gemeinsam mit der Mixed-Jugend absolviert; und sie scheint auch Spaß daran zu haben.
Während die Mixed-Crew (klingt doch besser als Mixed-Jugend) sich dann übers Netz einspielt und einschlägt*, starten die U11/U12-Mädels mit den Volleyball Skills (volleyballtechnisches Können braucht zu viele Buchstaben). Die Mädels dürfen ihr Können im Pritschen ausprobieren und Ziele in Entfernungen von 4-5 Metern treffen. Übers Netz versteht sich. Nach 10 Versuchen wird die Trefferzahl auf einem (nicht-digitalen) Tableau notiert und die nächste Spielerin ist dran. Sich untereinander helfen und anfeuern klappt super gut! Dann wird das Ziel weiter weg geschoben und es muss eine größere Distanz überwunden werden. So geht es von Stufe zur Stufe. Basis – Bronze – Silber – Gold. Aber bitte nicht alles auf einmal.
Die Vormittagsergebnisse sind so gut, daß es in der Mittagspause eine Belohnung gibt: Beim Genießen der Brotzeit darf die U11/U12 der Mixed-Crew beim Aufschlagstraining und bei Schnellangriffen zuschauen und die technische Ausführung bewerten. Man spürt leichte Begeisterung, denn manche Schnellangriffe klappen auf Anhieb.

Nach der Pause sind wir nach einer kleinen (Re-)Aktivierung wieder bei den Skills und messen uns diesmal gegen silberne und goldene Maßstäbe. Die Mädels sind sehr akkurat und konzentriert bei der Sache. Während die Vormittagsbronze noch easy zu holen war, muß man sich bei Silber und Gold ganz viel Mühe geben. Und – die Olympiasieger unter euch werden es wissen – etwas Glück gehört selbst bei Gold dazu. Es gibt zwar noch keine Medaillen, aber spätestens bei der Wettkampfphase ist die olympische Stimmung nicht zu überhören.

Wir losen 2er Mannschaften aus. Man spielt auf Zeit. Jeder Satz dauert ca. 10 Minuten. Nach Abpfiff des Satzes werden die Ergebnisse im Tableau aufgenommen und in neuen Teams geht es dann weiter, immer wieder aufs Neue. Insgesamt schaffen die Mädels 4 Runden, während sich die Mixed-Crew auf ihrem Feld battlet (Schreibweise gem. Duden ungeklärt). Und jede Runde hat es in sich. Da wir kein digitales System haben, darf sich einer mit dem Tableau und Kopfrechnen beschäftigen. Währenddessen wird aufgeräumt, sich erholt, getrunken, gestärkt und nach knapp 30 Minuten steht bauch schon das Ergebnis fest: Alle Mädels haben sich im Vergleich zum letzten Jahr stark verbessert.
In der Gesamtwertung liegen Amelie, Theresa und Lotte H. knapp vor den anderen. Ein großes Lob an alle die dabei waren!
Die nächsten volleympischen Spiele kommen bald. Bis dahin jongliert den Ball und gebt niemals auf. Denn
Nur Übung macht den wahren Meister!

P.S. Wer bei der Volleympiade als Sponsor mit von der Partie sein möchte, kann sich gerne beim Trainerteam oder bei den Sporlerinnen melden

* Anm. Einschlagen klingt martialisch, ist aber eine Standardprozedur auch bei den Profis. Es geht hier um sanfte Angriffe auf die gegnerische Seite, bevor es dann im Spiel ernst wird.

Volley Telegramm Feb 2022